Landwirte, Tierhalter und Energiewirte öffnen beim Tag des offenen Hofes ihre Tore

L P D – Die Chance, mit einer breiten Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen und zu zeigen, was die Landwirtschaft alles zu bieten hat – aus diesem Gedanken hat sich vor 30 Jahren gemeinsam mit der Landjugend der „Tag des offenen Hofes“ entwickelt – und er ist bis dato eine der erfolgreichsten Veranstaltungen der Landwirtschaft bundesweit. Am 9. Juni ist es dieses Jahr wieder soweit: „Gerade in der aktuellen Situation, in der wir es geschafft haben, dass über die landwirtschaftlichen Belange in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wird, sollten wir diese Chance auf möglichst vielen Betrieben nutzen. Die Veranstaltung hat sich über die Jahre immer wieder neuen Erfordernissen angepasst und vermittelt heute deutlich mehr Informationen und Hintergrundwissen als in den Anfangsjahren. In Zusammenarbeit mit dem NDR Niedersachsen ist sie zu einer echten Marke geworden. Unsere Gäste schätzen die Möglichkeit, das Leben und Arbeiten auf einem Bauernhof zu erkunden und mit Betriebsleitern, unseren Familien und Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen“, ruft Landvolkpräsident Holger Hennies Bauernfamilien auf, ihre Hoftore am 9. Juni zu öffnen. Die Anmeldefrist für die Betriebe endet am 31. März.

Wie vielfältig und modern Landwirtschaft heutzutage aufgestellt ist, können die Besucher dann am 9. Juni direkt vor Ort erleben: Ob Tierhaltung, Ackerbau, Direktvermarktung, Energiegewinnung mit Biogas, Bauernhofurlaub oder Hofcafés – das Feld der modernen Landwirtschaft ist groß und der Andrang am Tag des offenen Hofes auch: „Nach der Pandemie haben unsere mehr als 70 teilnehmenden Höfe beim Tag des offenen Hofes 2022 einen wahren Besucheransturm erlebt. Mehr als 200.000 Gäste wollten wissen, wie moderne Landwirtschaft funktioniert“, berichtet Hennies. Aus Sicht der Landwirtschaft sei es aktuell wichtig, dass Bäuerinnen und Bauern sich als Gesprächspartner auf Augenhöhe zeigen – ganz nach dem Motto: Redet mit uns – nicht über uns!

Am 9. Juni ist auch die Wahl zum Europäischen Parlament. „So kann nach oder vor dem Wahlgang ein Besuch des Hofes in der Nähe mit auf dem Sonntagsprogramm stehen“, regt Hennies an. Oft schließen sich mehrere Höfe in einem Ort zusammen. Dadurch wird zum einen für die Besucherinnen und Besucher das Angebot vielfältiger und für die teilnehmenden Höfe verteilen sich die Aufgaben auf mehrere Schultern. Der Tag des offenen Hofes bringe viel für die Dorfgemeinschaft zusammen. „Im ländlichen Raum wird ehrenamtliches Engagement noch gelebt: Feuerwehr, Vereine und Landfrauen sind dabei unterstützende Kräfte und helfen vielerorts mit“, sieht Hennies einen weiteren positiven Aspekt, den dieser besondere Besuchertag mit sich bringt. Betriebsinhaber, Landwirte oder weitere Teilnehmer melden sich hierzu bei ihren Kreisverbänden vor Ort oder unter pressestelle@landvolk.org. (LPD 19/2024)

Silke Breustedt-Muschalla

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