Netzwerk Ackerbau Niedersachsen diskutiert „Carbon Farming – Hype oder Hope?“

L P D – Mit der Tagung „Carbon Farming – Hype oder Hope?“ möchte das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen (NAN) am Freitag, 27. Oktober, auf Burg Warberg die Potenziale des Ackerbaus beim Klimaschutz diskutieren und dafür die landwirtschaftliche Praxis, Wissenschaft und Politik zusammenführen. „Land- und Forstwirtschaft können über die langfristige Kohlenstoffspeicherung in Böden und im Wald einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wir Landwirte sind in hohem Maße bereit, im Sinne des Klimaschutzes, der Bodenfruchtbarkeit und der Anpassung an den Klimawandel zu wirtschaften“, erklärt dazu der stellvertretende Vorsitzende des NAN, Markus Gerhardy, gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.

Fokus der Veranstaltung ist der Ackerbau: Wie lässt sich Humus in unseren Ackerböden aufbauen? Wo stehen wir bei der Humusversorgung der Ackerböden in Niedersachsen? Wie gehen wir mit den unterschiedlichen Standortbedingungen und Fruchtfolgen um? Wie lassen sich Fort- und Rückschritte messen? Und schließlich: Lässt sich der Humusaufbau jenseits seiner positiven Wirkungen für die Bodenfruchtbarkeit und die Ertragsstabilisierung auch als Beitrag zum Klimaschutz verstehen und entsprechend über öffentliche oder privatwirtschaftliche Finanzmittel honorieren?

„Carbon Farming ist eine von vielen Möglichkeiten zur Klimaneutralität bei der Erzeugung von Lebensmitteln als Ausgleich von unvermeidbaren Emissionen. Es ist aber nicht dafür geeignet, vermeidbare Treibhausgasemissionen anderer Bereiche, wie Industrie oder Verkehr, zu ersetzen“, zeigt Gerhardy die Bedeutung von Carbon Farming auf. Um 10 Uhr werden Hilmar Freiherr von Münchhausen vom Ackerbauzentrum Niedersachsen und Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK), die Teilnehmer begrüßen.

Danach startet die Veranstaltung mit Vorträgen und Diskussionsrunden zu den Themen „Ackerbau und Klimaschutz“, „Humus im Ackerboden – wo steht der Ackerbau, was kann er tun und wo gibt es Zielkonflikte?“, „Humusaufbau als Geschäftsmodell?“ und „Klimaschutz im Ackerbau“. Gemeinsam mit Vertretern der niedersächsischen Landespolitik für Agrarwirtschaft sowie der LWK und dem Landvolk, vertreten durch Vize-Präsident Ulrich Löhr, sowie weiteren Experten für Bodenkunde werden die Inhalte der Veranstaltung diskutiert. Weitere Infos sowie Anmeldung unter https://netzwerk-ackerbau.de/tagung-carbon-farming/ (LPD 79/2023)

Silke Breustedt-Muschalla

Pressereferentin

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