Energie- und Klimafonds (EKF) fördert Beratungen, Wissenstransfer und Wirtschaftsgüter

L P D – Diesel, Strom oder Gas: In nahezu allen Bereichen der Landwirtschaft wird Energie verbraucht. Das lässt die Produktionskosten enorm steigen. Es lohnt sich für Landwirtinnen und Landwirte, auch kleine Einsparmöglichkeiten zu Hause, im Stall und auf dem Feld aufzuspüren, teilt der Landvolk-Pressedienst mit. „Viele der Reserven sind nicht sofort offensichtlich. Die Einsparpotenziale für Energie müssen betriebsspezifisch gesucht und umgesetzt werden. Finanzielle Unterstützung kann dabei teilweise durch spezielle Fördermittel vom Bund erfolgen“, sagt Landvolk-Vizepräsident Ulrich Löhr.

Aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) stehen bis zum 31. Dezember 2023 insgesamt 156 Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderung setzt in zwei Bereichen an: Zum einen werden Beratungen und Wissenstransfer gefördert. Sie sollen „betriebsindividuelle Wege zur Steigerung des Energieeinsparpotenzials aufzeigen“, heißt es dazu in einer Mitteilung des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Zum anderen werden aber auch Investitionen für langlebige Wirtschaftsgüter gefördert, wenn sie die bei der Produktion landwirtschaftlicher Primärerzeugnisse entstehenden CO2-Emissionen „maßgeblich reduzieren“. Beispiel?

Energiesparen ist häufig mühsam, erfordert Kreativität und Know-how. Beispiel Schweineställe: In den meisten Fällen ist die Lüftungsanlage hier der größte „Stromfresser“. Sie benötigt fast zwei Drittel des elektrischen Stroms. Die Raumtemperatur in der Aufzuchtphase von allen Tieren kann aber nicht ohne Weiteres um ein paar Grad reduziert werden. Negative Auswirkungen auf Tiergesundheit und Wachstum wären die Folge. Andere Einschränkungen betreffen die Beleuchtung und Belüftung; hier muss das Tierwohl berücksichtigt werden.

Für das Klima im Stall werden durch die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung Anforderungen an die Intensität, Dauer und weitere Stallklimaparameter vorgegeben. Die Lüftung muss nicht nur eine Mindestluftrate für eine hinreichend gute Luftqualität für Mensch und Tier gewährleisten. „Neben den positiven Auswirkungen auf das Wohl der Tiere, hängt auch der Abtransport von Luftfeuchtigkeit im Winter von der Lüftung ab“, weiß Ulrich Löhr. Nicht zuletzt sei damit der Schutz der Gebäudesubstanz und Einrichtung verbunden. „Es ist somit nicht immer nur die Frage der richtigen Technik, sondern viel mehr eine Kombination aus Technik, Verfahren und Management, die hilft, das Energiesparen mit anderen Anforderungen in Einklang zu bringen.“ (LPD 93/2022)

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