Bundesrat beschließt mit Änderung des Bundesjagdgesetzes das Wolfsmanagement

L P D – Nach jahrelanger Diskussion hat der Bundesrat am heutigen Freitag, 27. März 2026, der Änderung des Bundesjagdgesetzes zugestimmt. „Damit wird der Wolf erstmals bundesweit jagdbar, und die Länder erhalten endlich mehr Handlungsspielraum für ein aktives Bestandsmanagement“, zeigt sich Jörn Ehlers, Sprecher des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement und Landvolk-Vizepräsident, sichtlich erleichtert.

Für Niedersachsen ist dies ein entscheidender Moment: „Unsere Weidetierhalter haben lange auf klare Regeln gewartet, um ihre Tiere wirksam vor Wolfsangriffen zu schützen. Endlich wurden die Sorgen der Menschen vor Ort gehört“, betont Ehlers. „Die Entscheidung des Bundesrates ist ein wichtiger Schritt hin zu einem praxisnahen Wolfsmanagement in Niedersachsen.“ Das Gesetz tritt voraussichtlich im April 2026 in Kraft.

Die Gesetzesänderung sieht mehrere Bejagungsmechanismen vor: Abschüsse nach behördlicher Maßgabe, bei wirtschaftlichem Schaden oder im Rahmen eines Managementplans. Dabei berücksichtigt das Gesetz den Erhaltungszustand der Wolfspopulation – günstig oder ungünstig – und definiert klare Grenzen für die Schonzeit.

In Niedersachsen muss nun ein Wolfsmanagementplan erstellt werden. Das Landwirtschaftsministerium wird künftig die zentrale Zuständigkeit übernehmen, während die bisherigen unteren Jagdbehörden der Landkreise vorerst noch Verantwortung tragen. Ziel ist, Weidetierhalter konkret zu entlasten und rechtlich klare Handlungsoptionen zu schaffen, insbesondere in Gebieten, in denen wolfsabweisende Zäune nicht zumutbar sind.

„Jetzt geht es darum, die Regeln schnell und praxistauglich umzusetzen. Nur so können wir den Schutz von Weidetieren sichern und gleichzeitig den Arten- und Landschaftsschutz verantwortungsvoll gestalten“, sagt Ehlers. Mit der Neuregelung haben Niedersachsen und seine Weidetierhalter nun die Möglichkeit, aktiv und vorausschauend auf die wachsende Wolfspopulation zu reagieren, nachdem ihre Anliegen über Jahre hinweg kaum Gehör fanden. „Unsere Weidetierhalter können endlich Hoffnung schöpfen und etwas zuversichtlicher in die Zukunft blicken“, sieht Ehlers das jahrelange Engagement endlich positiv bestätigt.

Silke Breustedt-Muschalla

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