Bewerbungsfrist bis 13 April verlängert / Erstmals Sonderpreis Initiative Tierwohl

L P D – Die europäische Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen – steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit, wirtschaftlicher Druck und gesellschaftliche Erwartungen prägen den Alltag auf den Höfen. Umso wichtiger ist es für viele Landwirtinnen und Landwirte, dass ihre Arbeit sichtbar wird. Genau hier setzt der „Ceres Award 2026“ an, für den die Bewerbungsfrist nun bis einschließlich 13. April 2026 verlängert wurde, teilt der Landvolk-Pressedienst mit.

Aus Sicht des Landvolks ist die Auszeichnung längst mehr als nur ein Wettbewerb. „Sie gilt als Anerkennung für jene Betriebe, die täglich zeigen, dass moderne Landwirtschaft Innovation, Verantwortung und wirtschaftlichen Erfolg miteinander verbinden kann“, erklärt dazu Landvolk-Vizepräsident Hubertus Berges. Gesucht werden Landwirtinnen und Landwirte aus ganz Europa, die ihre Höfe mit Unternehmergeist führen und dabei Mensch, Tier und Umwelt gleichermaßen im Blick behalten.

Vergeben wird der Preis in sieben Kategorien: Ackerbau, Energie, Geflügel, Junglandwirt/in, Rind, Schwein sowie Unternehmerin. Einer der Kategoriesieger erhält anschließend die übergeordnete Auszeichnung „Landwirt des Jahres“. Der Gesamtsieger erhält ein Preisgeld von 20.000 Euro – eine in der deutschen Landwirtschaft einzigartige Dotierung. Die Gewinner der einzelnen Kategorien erhalten jeweils 1.000 Euro.

Neu im Jahr 2026 ist zudem ein Sonderpreis der Initiative Tierwohl, der mit 2.500 Euro ausgestattet ist und besonderes Engagement im Bereich Tierwohl würdigt. „Für viele Betriebe ist dies ein wichtiges Signal, dass gesellschaftliche Erwartungen und landwirtschaftliche Praxis zunehmend zusammen gedacht werden“, führt Berges aus. In vielen Kategorien konnte Niedersachsen schon Sieger sowie auch den Gesamtsieger bzw. die Gesamtsiegerin stellen.

Das Bewerbungsverfahren ist bewusst niedrigschwellig: Interessierte Landwirtinnen und Landwirte können sich online über die Plattform www.ceresaward.de anmelden. Nach Sichtung der Bewerbungen wählen unabhängige Expertenjurys Kandidaten aus. Die Finalisten werden anschließend auf ihren Höfen besucht – ein Verfahren, das aus Sicht vieler Praktiker besonders fair ist: Nicht allein Zahlen entscheiden, sondern der gesamte Betrieb wird bewertet.

Die Preisverleihung findet traditionell im Rahmen der „Nacht der Landwirtschaft“ am 21. Oktober 2026 in Berlin statt. Seit seiner Einführung im Jahr 2014 will der Ceres Award das gesellschaftliche Verständnis für moderne Landwirtschaft stärken und die Leistungen der bäuerlichen Familienbetriebe sichtbar machen. „Das ist für uns als Landvolk ein wichtiger Schritt, um zu zeigen, wie vielfältig, innovativ und verantwortungsvoll Landwirtschaft heute tatsächlich ist“, erklärt Berges abschließend. (LPD 27/2026)

Silke Breustedt-Muschalla

Pressesprecherin

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