Lernort Bauernhof stärken
Landvolk koordiniert Förderung und Hofprojekte
Das staatliche LEADER-Programm eignet sich hervorragend, um Projekte zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu fördern. Dabei sind die förderwürdigen Aktionen keinesfalls auf Schulen beschränkt, sondern schließen auch Lernorte wie Bauernhöfe mit ein. Der Landvolk-Kreisverband Lüneburger Heide möchte diese Möglichkeit nutzen und gemeinsam mit einem landwirtschaftlichen Betrieb einen sogenannten außerschulischen Lernort schaffen. Da geht es dann um die Verbindung von Landwirtschaft, Bildung und Nachhaltigkeit. Denkbar sind Workshops, Exkursionen, Praktika für Schüler, Schulkooperationen, aber auch ein grünes Klassenzimmer oder andere Formen der Weitergabe von Wissen und Erfahrungen sind möglich.
Das Landvolk tritt bei der Kooperation als „Lokale Aktionsgruppe“ (LAG) auf, die bei der Umsetzung des Projektes unterstützt und auch die entsprechenden Anträge schreibt.
Auf einigen Betrieben im Verbandsgebiet wird schon lange praktiziert, was im Bildungsplan für nachhaltige Entwicklung entworfen wird. Jetzt gibt es die Möglichkeit, die Arbeit zu professionalisieren und auch eine entsprechende Entlohnung dafür zu erhalten. Für Landwirtinnen und Landwirte, die Freude an Bildungsprojekten auf ihrem Hof haben, ist das Leader-Programm genau das Richtige. Es trägt neben der weiteren wirtschaftlichen Ausrichtung auch zur Entwicklung ländlicher Räume bei.
Wer Interesse an einer Zusammenarbeit hat oder weitere Informationen braucht, meldet sich gern bei Anna Pohlschröder, Bauernhofpädagogin beim Landvolk Lüneburger Heide, unter der Mailadresse: a.pohlschroeder@lv-lueneburger-heide.de
Das LEADER-Programm ist ein Teil des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und zielt darauf ab, Entwicklungsinitiativen in ländlichen Gebieten zu fördern. Es wird finanziert aus der zweiten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik.
In Niedersachsen konzentriert sich das Leader-Programm darauf, lokale Wirtschaftskreisläufe zu stärken, Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen und den Umweltschutz zu fördern. Aber auch der Bildungssektor ist ein Teil des Programmes.
