Social-Media-Aktion: „Tschüss Veganuary. Willkommen Genuss-Februar!“
L P D – Wenn nach einer Kohltour im Schnee der Duft von Grünkohl, Kasseler, Bregenwurst und Pinkel durch die Gastwirtschaft zieht, dann ist das mehr als nur eine Mahlzeit. Es ist ein Stück norddeutscher Kultur – und ein Genuss, der Tradition und Moderne auf ganz selbstverständliche Weise verbindet. Gerade in Zeiten, in denen Ernährung zunehmend moralisch aufgeladen diskutiert wird, lohnt sich ein differenzierter Blick. Denn Essen ist Lebensfreude und für viele Regionen auch wirtschaftliche Existenzgrundlage. Das gilt besonders für Niedersachsen – dem Tierhaltungsland Nummer Eins in Deutschland.
„Die anhaltend angespannte Marktlage im Bereich Schweinefleisch führt zu desaströsen Erzeugerpreisen, die für zahlreiche Betriebe existenzbedrohend sind“, erläutert Enno Garbade, Vorsitzender des Arbeitskreises Sauenhaltung im Landvolk Niedersachsen. Gerade familiengeführte Höfe geraten zunehmend in Bedrängnis, obwohl sie hohe Standards in Tierhaltung, Qualität und Regionalität erfüllen. „Diese Realität bleibt im öffentlichen Diskurs häufig unbeachtet“, sagt Garbade. Dabei zeige sich gerade dort, wie eng Genuss, Verantwortung und regionale Wertschöpfung miteinander verbunden sind.
Vor diesem Hintergrund haben der Deutsche Bauernverband (DBV) sowie die Landes- und Kreisbauernverbände beschlossen, deutschlandweit ein positives Zeichen zu setzen. Ziel ist es, den bewussten Genuss von Schweinefleisch mit Freude am guten Essen wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Unter dem Motto „Tschüss Veganuary. Willkommen Genuss-Februar!“ startet ab dem 1. Februar bis zum Aschermittwoch am 18. Februar 2026 eine gemeinsame Social-Media-Aktion, die auf regionale Spezialitäten, handwerkliche Qualität und ehrlichen Geschmack Appetit machen soll.
In den digitalen Kanälen werden in diesem Zeitraum genussvolle Bilder rund um Schweinefleisch geteilt – echte Appetitmacher: saftiger Schweinebraten, knusprige Bratwürste, klassische Currywurst, Leberkäse, Schnitzel oder regionale Spezialitäten, die zeigen, wie vielseitig Schweinefleisch in der deutschen Küche verankert ist. Dabei geht es um bewussten Konsum und um Wertschätzung für die Arbeit derjenigen, die hinter diesen Produkten stehen. Die Kampagne greift bewusst unterschiedliche Lebenswelten auf und lädt mit humorvollen, offenen Botschaften zum Mitmachen ein.
„Gerade regionales Schweinefleisch steht für kurze Wege und Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, betont Garbade. Wer sich bewusst dafür entscheidet, unterstützt nicht nur bäuerliche Betriebe, sondern auch kulinarische Vielfalt und lebendige Esskultur. Wenn dieser Genuss ganz klassisch nach einer Kohltour im Schnee, mit dampfendem Grünkohl auf dem Teller beginnt, trifft Tradition auf Moderne. Und beides schmeckt besser, wenn es Wertschätzung bekommt. (LPD 09/2026)

